Immer mehr Berufskrankheiten plagen unsere Gesellschaft

In Deutschland steigt die Zahl der Berufungskrankheiten an. Am häufigsten ist die Haut betroffen: Im Jahr 2017 gingen 21.402 Verdachtsanzeigen ein. An vierter Stelle stehen Probleme mit der Lenden- und Wirbelsäule, hervorgehoben durch Heben und Tragen schwerer Lasten. Rückenleiden zählen heutzutage zu den Volkskrankheiten. Sie finden sich in jeder Altersgruppe. Zu den Ursachen gehören auch mangelnde Bewegung und eine falsche Haltung im Sitzen. Selbst nächtliches Zähneknirschen kann Rückenschmerzen verursachen.

Richtiges Heben ist erlernbar

Der größte Fehler beim Heben wird gemacht, indem aus dem Rücken heraus etwas hochgehoben wird. Die Menschen machen ein Hohlkreuz, was zu einer starken Belastung der Rückenmuskulatur führt. Um diese zu schonen, sollte man wie folgt vorgehen:

  • Aufstellung frontal und nah zum Gegenstand.
  • Die Füße werden parallel zueinander und schulterbreit aufgestellt.
  • Sodann geht man mit geradem Rücken in die Hocke.
  • Beim Anheben einer Last werden bestenfalls Bauch-, Po- und Oberschenkelmuskulatur angespannt.
  • Ruckartiges Hochgehen ist zu vermeiden, besser ist ein gleichmäßiges Heben.

Wird ein Objekt von einem Ort zum anderen getragen, verteilt man das Gewicht möglichst gleichmäßig auf beide Arme. Außerdem werden Gegenstände nahe am Körper getragen. Beim Gehen sollte man leicht in den Knien einknicken und den Rücken jederzeit gerade halten.

Lastenhandhabungsverordnung zum Schutz der Arbeiter

In Unternehmen, in denen das Tragen schwerer Lasten zur Tagesordnung gehört, sind die Arbeitgeber in der Verantwortung. Um Arbeitnehmer zu schützen, wurde vom Gesetzgeber bereits vor langer Zeit die Lastenhandhabungsverordnung (LasthandhabV) herausgebracht. Danach liegt beispielsweise die empfohlene Grenzhublast bei häufigem Heben und Tragen für Frauen von 19 bis 45 Jahren bei 10 Kilogramm, für Männer im gleichen Alter bei 30 Kilogramm. Die Unternehmensleiter sind in der Pflicht, darauf zu achten, dass nicht mehr Lasten von den Mitarbeitern getragen werden, als es ihre Sicherheit und Gesundheit zulässt. Darüber hinaus sollte schweres Tragen auf eine ergonomisch schonende und sinnvolle Weise erfolgen. Zudem ist darüber nachzudenken, ob ein hochgewichtiges Objekt nicht in kleinere Bestandteile aufteilbar ist.

Hubtische – die Lösung zur Vermeidung von Schwerstarbeit

Jeder Unternehmer ist dazu angehalten, wenn möglich, Hilfsmittel für schwergewichtige Transporte zur Verfügung zu stellen. In vielen Firmen geht es gar nicht ohne, da die Gewichte der Produkte die Kraft der Angestellten übersteigt. Hubtische bieten dann eine sehr gute Alternative. Sie gibt es zum Beispiel bei Saxlift in den unterschiedlichsten Größen und Arten. Die Belastungsmöglichkeit reicht von 150 bis 6.000 Kilo. Die zahlreichen Ausführungen wie Flach-, Scheren-, Riemen- oder Spindelhubtisch ermöglichen vielfältige Einsätze. Zusätzliche Erweiterungen wie eine Wiegeeinrichtung, Rollenbahnen oder Drehvorrichtungen vergrößern den Nutzungsbereich.

Was kann man selbst gegen Rückenschmerzen tun?

Neben Schmerzmitteln, die nicht länger als zwei bis drei Tage eingenommen werden sollten, kann Wärme hilfreich sein. Ein Vollbad ist ebenso geeignet wie Rotlicht oder eine Wärmeflasche. Gleichfalls ist Gehen gut. Ein Spaziergang lockert die Muskulatur und sorgt für die Bewegung der Wirbelgelenke. Weiterhin trägt die sogenannte Stufenlagerung zum Abklingen der Rückenschmerzen bei. Dabei legt man sich auf den Rücken, eine warme Unterlage ist empfehlenswert. Die Beine werden höher platziert, und zwar so, dass die Unterschenkel einen rechten Winkel zu den Oberschenkeln bilden. Verbessern sich die Beschwerden nicht innerhalb drei Tagen, sollte ein Arzt aufgesucht werden. Gleichzeitige Lähmungserscheinungen an den Beinen und am Unterleib, Darm- sowie Blasen-Kontrollverlust und einem Taubheitsgefühl an den Oberschenkelinnenseiten sind wichtige Alarmzeichen. In diesen Fällen ist sofort ein Fachmann zu konsultieren, da Verdacht auf ein Reithosen-Syndrom besteht.

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