Monatsarchiv: Oktober 2019

OPC-Traubenkernextrakt: Das sollten Verwender wissen

OPC, oder eigentlich Oligomere Proanthocyanidine, sind sekundäre Pflanzenstoffe, die vor allem in Obst und Nüssen vorkommen. Insbesondere Beeren, Äpfel und Trauben enthalten größere Mengen des Bitterstoffes. Auch in Rotwein und einigen Teesorten konnte ein hoher Anteil der Substanz nachgewiesen werden. Wir fassen im Folgenden zusammen, worauf du beim Kauf achten solltest und wie OPC Traubenkernextrakt richtig dosiert und eingenommen wird.

Die Entdeckung des Traubenkernextraktes

1948 untersuchte der französische Mikrobiologe Jacques Masquelier Erdnusshäute hinsichtlich der Option, diese als Futtermittel für Tiere zu nutzen. Im Zuge seiner Forschungen fand er heraus, dass die Schalen die Gesundheit der Tiere positiv beeinflussten. Er entdeckte und extrahierte die Oligomeren Proanthocyanidine und OPC wurde zunehmend auch hinsichtlich seiner Wirkung auf den Menschen untersucht. Viele Wirkungsweisen werden dem Extrakt inzwischen nachgesagt. So gilt der OPC Traubenkernextrakt beispielsweise als Antioxidans. Allerdings liegen bislang keine Studien vor, die eine Wirksamkeit zweifelsfrei bestätigen. Darüber hinaus schützt OPC Pflanzen, die diesen Stoff enthalten, vor UV-Strahlung, Schimmel- und Pilzbefall.

OPC-Traubenkernextrakt kaufen

Traubenkernextrakt kann man mittlerweile bequem online, aber auch in gut sortierten Reformhäusern und Apotheken bekommen. Die Nachfrage wächst vor allem deshalb, weil dem Extrakt eine Vielzahl an gesundheitsfördernden und vitalisierenden Effekten nachgesagt werden. Das Extrakt wird als Nahrungsergänzungsmittel in flüssiger, Pulver- oder Kapselform angeboten. Das Pulver, das auch in den Kapseln verwendet wird, wird aus den Schalen der Traubenkerne extrahiert, in denen ein besonders hoher OPC-Anteil nachgewiesen werden konnte. Häufig enthalten Supplemente auf OPC Traubenkernextraktbasis auch Vitamin C, da beide Stoffe sich ergänzen und ihre positiven Wirkungen gegenseitig verstärken. Zum Teil werden auch Kombipräparate angeboten, die zusätzlich Vitamin E enthalten. Neben Traubenkernextrakt können die Kapseln auch Magnesiumsalze beinhalten, die als Trennmittel fungieren. Es gilt allerdings: je höher der Anteil an reinem Traubenkernextrakt pro Kapsel, desto eher empfiehlt sich ein Kauf. Wer auf der Suche nach natürlichen OPC-Quellen ist, dem seien neben Trauben, Rosinen und Wein auch Äpfel, Extrakte aus Ginkgo biloba, Kokosnüsse, Pinienrindenextrakt, Heidelbeeren, rote Beeren, Erdnüsse und grüner Tee empfohlen.

Die Einnahme von Traubenkernextrakt

Vegetarier und Veganer sollten darauf achten, dass nicht alle Kapseln eine Cellulosehülle aufweisen und daher nicht uneingeschränkt im Rahmen einer vegetarischen Lebensweise geeignet sind. Mittlerweile gibt es allerdings ein großes Angebot an vegetarischen Supplementen. In der Regel enthält eine Kapsel 450 bis 600 Milligramm OPC. Pro Tag liegt die empfohlene Dosis bei 400 bis 1000 Milligramm des Stoffes. Sowohl Pulver als auch Kapseln sollten möglichst nüchtern und nicht in Verbindung mit Milchprodukten eingenommen werden. Wem die Einnahme zu Mahlzeiten oder einem leichten Snack besser bekommt, kann nach dem Schlucken der Kapsel ein Stück Obst oder Gemüse essen oder einen naturbelassenen Saft dazu trinken. Das Vitamin C unterstützt die Wirkung des Traubenkernextraktes. Wer lieber Pulver nutzt, kann dieses entsprechend der Dosiervorgaben in Wasser oder Säfte mischen. Flüssiges OPC-Traubenkernextrakt muss entweder mit einem Dosierbecher oder tropfenweise eingenommen werden. Viele Verwender meiden die pure Einnahme, da der Geschmack als bitter wahrgenommen wird. Es empfiehlt sich deshalb, auch die Tropfen in Verbindung mit einer milchfreien und bestenfalls Vitamin C-haltigen Flüssigkeit einzunehmen.

Der Aqualizer: Die Sofort-Hilfe-Schiene bei Schmerzen und Verspannungen

Die nächtliche Erholung ist für den Körper sehr wichtig. Doch es gibt eine Vielzahl an Gründen, weshalb wir morgens müde und ausgelaugt aufwachen. In einigen Fällen leiden die Betroffenen an starken Rückenschmerzen oder auch an nächtlichen Kopfschmerzen und Verspannungen. Häufig liegt die Ursache dafür im Bereich der Zähne. Denn Zähneknirschen fördert nicht nur den Abbau von Zahnschmelz und führt zum Zahnverlust. Es verursacht auch Kopfschmerzen, Kiefergelenksschmerzen und sogar Rückenschmerzen. Abhilfe verspricht ein sogenannter Aqualizer – eine Sofort-Hilfe-Schiene, die Verschiebungen im Kiefer kompensiert.

Eine Schiene gegen Verspannungen und Schmerzzustände

Morgendliche Nacken-, Kopf- oder Kiefergelenkschmerzen lassen sich häufig auf nächtliches Zähneknirschen zurückführen. Dabei üben die Betroffenen unbewusst Druck auf das Gebiss und die Gelenke aus. In einigen Fällen können auch rhythmische Bewegungen wie bei Kauen auftreten. Die Ursachen für dieses Verhalten sind unterschiedlich. Stress oder auch durch Füllungen oder Kronen verursachte Zahnfehlstellungen können das Zähneknirschen hervorrufen. Die Folgen, die sich langfristig daraus ergeben können, reichen von Kiefergelenk-, Nacken- und Kopfschmerzen bis hin zu schweren Schädigungen am Kauapparat. Einige Betroffene leiden sogar an starken Rückenschmerzen.

Um dem Zähneknirschen entgegenzuwirken, kann ein Zahnarzt eine Relaxationsschiene verordnen. Der Aqualizer ist eine Schiene mit Wasserfüllung,  die den Kiefer in eine ausbalancierte Position bringt und Verschiebungen kompensiert. So wird bereits nach wenigen Minuten eine entspannte Position erreicht, die Verspannungen im Kiefergelenk entgegenwirkt. Zusätzlich wird die Zahnsubstanz geschützt.

Die Relaxationsschiene wird von den Patienten nur temporär getragen, also nachts. Der Aqualizer besitzt zwei Bisspolster. Zwischen diesen bewegt sich das Wasser, um das Kauen und den Druck auszugleichen. Nach der Anpassung können die Patienten den Aqualizier sofort tragen. Durch Zähneknirschen hervorgerufene Beschwerden können sich daher bereits nach der ersten Nacht bessern.

Wer kann einen Aqualizer tragen?

Der Aqualizer ist für jede Altersklasse geeignet. Er wird in verschiedenen Größen angeboten, sodass sowohl Kinder als auch Erwachsene die Sofort-Hilfe-Schiene nutzen können. Es gibt außerdem eine schmalere Ausführung für Personen, die unter Mundöffnungsschwierigkeiten leiden.

Bei der Verwendung eines Aqualizers gibt es allerdings einige Ausnahmen. So darf die Schiene nicht getragen werden, wenn größere Zahnlücken bestehen. Auch ist sie nicht dazu geeignet, schwere Zahn- und Kieferfehlstellungen zu behandeln. Personen mit einem starken Würgereiz haben möglicherweise Schwierigkeiten damit, eine Aufbissschiene zu tragen. Für sie empfiehlt sich ein niedriges Modell.

Durch das Zähneknirschen verursachte Verspannungen müssen möglicherweise zunächst gelockert werden, um Abhilfe zu schaffen. In diesem Fall empfehlen sich sowohl Entspannungsübungen als auch Physiotherapie. Vor allem bei Beschwerden, die über einen längeren Zeitraum bestehen, sind begleitende Maßnahmen meist unerlässlich.